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Über die Jockeyschule

Die Jockeyschule in Köln

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Zur Gründung der Jockeyschule

Im Führjahr 2001 diskutierte der Zentralverband des deutschen Galopprennsports, das Direktorium für Vollblutzucht und Rennen, in einer Vorstandssitzung über die Möglichkeiten zur Förderung der Nachwuchsjockeys in Deutschland.

 

Angesichts der Abnahme von Auszubildenden im Galopprennsport sollte der Beruf des Jockeys stärker umworben werden, um so eine grössere Anzahl an Auszubildenden zu gewinnen. Andererseits sollten die Auszubildenden nicht nur an dem Ort ihrer Lehrstelle, sondern zusätzlich zentral von professionnellen Jockeys ausgebildet und trainiert werden. Der Vorstand des Direktoriums zeigte nach Rücksprache mit dem Trainer und Jockeyverband Bereitschaft, zur Umsetzung der Initiative die Ausbildungsabgabe zu erhöhen. Ferner erklärten sich Vorstandsmitglieder bereit, das Ausbildungsprogramm durch die Bereitstellung von Pferden privat zu unterstützen. Aus dem Kreis des Vorstands wurde Dr. Andreas Jacobs gebeten, die Konzepterstellung und Gründung zu begleiten. Bei der Konzepterstellung halfen u.a. mit: Benedikt Faßbender, Andreas Helfenbein, Manfred Hofer, Erika Mäder, Thorsten Mundry, Dr. Barbara Rauch (bis Juli 01), Susanna Santesson, sowie Ralf und Petra Suerland.

 

Das von dieser Gruppe entworfene Konzept beinhaltete die Gründung des Vereins für Jockey Aus- und Weiterbildung. Der Verein sollte die Verantwortung für die zentrale Jockeyausbildung übernehmen.

 

Das entworfene Programm orientierte sich an dem Ausbildungsprogramm in Italien. Es soll die theoretische Ausbildung der Berufsschule nicht verändern sondern ergänzen. Ziel war es, den praktischen Teil, das Training auf dem Pferd, zu stärken und die Auszubildenden früher an Rennritte heran zu führen um anhand konkreter Beispiele Fitness und Erfahrung (Taktikverhalten, Endkampfstärke) zu fördern.

 

Als Standort für die ergänzende Ausbildung wurde die Rennbahn in Köln gewählt, da die meisten Auszubildenden in NRW leben und das Areal des Kölner Rennvereins genügend Platz für Pferde und Räumlichkeiten bot. Ab 2002 wurden von Gestüten und Besitzern Handicap-Pferde bereitgestellt, die seitdem für gesondertes Training und Nachwuchsreiten genutzt werden. Die Pferde wurden zunächst im Stall von Ralf Suerland, ab 2006 im Stall von Andreas Trybuhl untergebracht. Ferner wurde Räume auf dem Areal der Kölner Rennbahn zu Ausbildungsräumen umgebaut.

 

Nach der Gründung begann der Verein auch, die Ausbildung zum Rennreiter besser zu vermarkten. Arbeitsämter wurden punktuell stärker integriert. Das Ausbildungsprogramm beinhaltete ferner, dass nach dem ersten Lehrjahr (September) bundesweit ein dreiwöchiger überbetrieblicher Lehrgang in der Rheinischen Landes-Reit- und Fahrschule stattfindet. Hier soll die Grundausbildung der Rennreiter zur Gymnastizierung der Rennpferde im Training sichergestellt werden. Die Teilnehmer erwerben das Deutsche Reiterabzeichen Kl. IV (Dressur/Springen). Gleichzeitig wird dort die Zwischenprüfung abgenommen, sowie die Rennordnungsprüfung und die Reitfertigkeitsprüfung für die Reiterlaubnis in Rennen durchgeführt.

 

Während des Lehrgangs werden auch geeignete Kandidaten für einen speziellen Rennreiter-Lehrgang an einer Racing-School in England (Doncaster) ausgesucht. Dieses, im Jahr 2001 entworfene Programm wird heute nahezu unverändert durchgeführt.